Warum GM Opel behalten musste

Jetzt ist die Bombe geplatzt. Die Dinge liegen doch ganz anders als es uns in den letzten Monaten immer gesagt wurde. Opel bleibt bei GM! Doch wie kam es dazu?

GM vereint ein Sammelsurium von Auto-Marken weltweit. Viele dieser Marken ging es in den letzten Jahren weniger gut was nicht zuletzt dem Missmanagement von GM geschuldet ist. Opel gehört auch zu diesen Marken, jedoch geht es Opel vergleichsweise gut. Opel ist einer der GM Töchter, die den Konzernergebnis regelmäßig gestützt hat, so dass der Verlust den GM in den letzten Jahren eingefahren hat nicht noch größer wurde. Dabei waren die Verluste des Konzerns zumindest in den letzten paar Jahren nur in Milliarden auszudrücken. Der GM Konzern befand sich zu Beginn der Finanzkrise im Jahre 2008 in einem so desolaten Zustand, dass eine Insolvenz unausweichlich war.
Dank des US-Insolvenzrechts und der riesigen Staatlichen Geldspritze, konnte GM die Insolvenz nach wenigen Monaten wieder verlassen. Was ist in dieser Zeit passiert? GM hat sich von unrentablen Geschäftszweigen getrennt und die weitesgehend gesunden Geschäftsbereiche/Marken in einem neuen GM-Konzern zusammen gefasst. Opel befand sich zu dieser Zeit in Treuhand, so dass die Verhandlungen zum Verkauf bzw. zur Herauslösung aus dem GM-Konzern weitergehen konnten. Opel war aber immer noch Bestandteil des GM-Konzerns. GM will nun mit seinen gesunden Geschäftsbereichen ein wichtiger Marktfaktor auf dem Automobil-Markt bleiben, das geht für GM nur mit Opel, da Opel, wie oben bereits erwähnt, eine der am besten laufenden Geschäftsbereiche des Gesamtkonzerns ist. Opel steht inzwischen wieder für Qualität und Zuverlässigkeit – Eigenschaften, die man in dieser Form bei den meisten anderen GM-Marken vergeblich sucht. Opel steht für fortschrittliche Technologien, die GM dringend braucht um andere Konzern-Marken wieder wettbewerbsfähig zu machen. Opel ist für die meisten innovativen technischen Neuerungen von GM verantwortlich. Aus GM Sicht ist Opel also zu wertvoll, als dass man die Tochter an einen Konkurrenten verkaufen kann.
Ich wage zu behaupten, dass das ganze Hick-Hack der letzten Monate zwischen Bundesregierung, Magna, RHJ Capital und GM nur dazu diente, Zeit zu gewinnen. GM hatte möglicherweise bereits vor Monaten beschlossen Opel zu behalten.

Es steht zu befürchten, dass die harten Sanierungsmethoden, die in den USA mancherorts üblich sind nun auch die deutschen Opel-Standorte treffen. Es ist zu hoffen, dass GM sich des Wertes von Opel für den Gesamtkonzern bewusst ist und Opel zumindest außerhalb der USA eine gewisse Priorität einräumt. GM sollte Opel nicht in eine Markenbereinigung einbeziehen wie man das z.B. mit der koreanischen Marke Daewoo gemacht hat. Daewoo firmiert heute in Europa unter Chevrolet. Sollte Opel irgendwann einmal nur noch unter der Marke Chevrolet oder Saturn in Europa verkauft werden, dann wird es über kurz oder lang sehr schwierig werden, da beide Marken selbst in den USA nicht für Qualität und Fortschritt stehen.

US-Wirtschaft legt im dritten quartal zu

Die Welt hat sehnsüchtig darauf gewartet. Jetzt ist es soweit. Auch die USA haben die Rezession (vorerst) überwunden. Aufs Jahr gerechnet wuchs die Wirtschaft um über drei Prozent.
Es zeigt sich auch, dass die Maßnahmen der Obama Administration zur Ankurbelung der Konjunktur ihre Wirkung entfaltet haben. Unter anderem haben auch die USA eine Umweltprämie für Altautos nach deutschem Vorbild eingeführt. Gleiches gilt für den Immobilienmarkt, der durch diverse Steuererleichterungen ein wenig an Schwung gewonnen hat. Jedoch werden gerade weitere Maßnahmen ergriffen, damit das Wirtschaftswachstum nachhaltig wird. Die USA investieren Milliarden in den Bereich der erneuerbaren Energien, nur um ein Beispiel zu nennen. Die Konjunkturmaßnahen, die auch deutsche Firmen in den USA begünstigt, beginnen zu greifen. Dabei sind die geplanten Konjunkturmaßnahem erst zum Teil umgesetzt.

Verstärkte Investition in Umwelttechnologien in den USA

Nach dem im ersten Quartal 2009 die Investitionen in Umwelttechnologie (Greentech) stark zurückgegangen sind, in sie im dritten Quartal wieder stark gestiegen. Dies ist eine erfreuliche Entwicklung, da die Investitionen überdurchschnittlich stark steigen.
Im abgelaufenen Quartal wurden ca. 1,6 Milliarden US$ in ca. 135 US-Firmen mit dem Schwerpunkt Greentech investiert, das sind 10 Prozent mehr als im zweiten Quartal, jedoch immernoch 42 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Die Milliarden aus dem US-Konjunkturprogramm, die für diesen Sektor bereitgestellt wurden, haben die Ernsthaftigkeit der USA große Fortschritte auf diesem Gebiet zu machen unterstrichen und vermehrt wieder private Investoren animiert. Schwerpunkt der Investitionen betrifft Firmen in der Solar-Branche. Hier wurden fast 1/3 der Summe Investiert. Dies zeigt, dass der Trend hin zur Solar-Energie in den USA weiterhin ungebrochen ist und auch weiter gefördert wird. In Deutschland wird sich dieser Trend ein wenig abkühlen.
Deutsche Firmen aus der Solar-Branche zählen zu den führenden weltweit. Gerade für diese gibt es gute Chancen auf dem US-Markt tätig zu werden bzw. die vorhandene Präsenz auszubauen.

USA begrüßen das Wahlergebnis in Deutschland

US-Präsident Obama hat sich beeilt Angela Merkel zu Ihrem Wahlsieg zu gratulieren und erwartet eine Vertiefung der Beziehungen zwischen den USA und Deutschland. Tatsächlich steht die Obama Administration dem bürgerlichen Lager näher als den Sozialdemokraten. Mit der Union hat man mehr Gemeinsamkeiten vorallem in der Außen- und Wirtschaftspolitik.
Wenn man das politische Spektrum in den USA mit dem Deutschlands vergleicht, kann man keines Falls davon ausgehen, dass die US-Republikaner mit dem bürgerlichen Lager hier und die US-Demokraten mit den Sozialdemokraten und Grünen die größten Gemeinsamkeiten haben. In den USA liegt das politische Spektrum grundsätzlich weiter rechts als in Deutschland. Die US-Demokraten sind verglichen mit Deutschland eher in der Bürgerlichen Mitte angesiedelt. Jedoch spielt auch der Beispiellose Niedergang der SPD eine Rolle. Obama braucht in Europa einen starken und verlässlichen Partner.
Da die US-Administration nun mit einer stabilen bürgerlichen Mehrheit in Deutschland kalkulieren kann, wird man sicherlich die Erwartungen hinsichtlich Afghanistan und Iran an die schwarz-gelbe Koalition erhöhen.
Ich vermute auch dass die deutsche Außenpolitik weiterhin “Chefsache” bleiben wird, da Guido Westerwelle als Neuling in der Außenpolitik gilt und Hillary Clinton bislang nicht durch das Erreichen von Meilensteine glänzte.

Deutsche Firmen profitieren vom US-Konjunkturpaket.

Aktuelles Beispiel: Siemens und die Deutsche Bahn! Sie werden sich am Konsortium beteiligen, welches die Ausschreibung zum Bau eines Hochgeschwindigkeits-Netz in den USA. Die Strecken sollen in Kalifornien und Florida gebaut werden. Siemens liefert die Technik inklusive ICE 3 Züge und die Bahn wird Betreiber. Dies ist ein großer Sprung nach vorn, gilt das Streckennetz in den USA als hoffnungslos veraltet. Sollte dieses Projekt tatsächlich abgeschlossen werden, mausert sich die ICE-Technologie gewissermaßen zu einem Exportschlager. Diesen Beitrag weiterlesen »

Aldi in den USA profitiert von der Rezession.

In Zeiten der Rezession schaut auch der US-Bürger genauer auf den Preis. Gut, bislang haben die Amerikaner das immer etwas später getan als die Europäer, aber diese Rezession hat auch in den USA eine neue Qualität von Preisbewusstsein und Kaufzurückhaltung ins Leben gerufen. Man schaue Sich mal die Absatzflaute im Automobilsektor und bei den Immobilien an, die historische Ausmaße erreicht haben. Inzwischen geht es auf diesen beiden Märkten “etwas” besser … Diesen Beitrag weiterlesen »

Im Umweltschutz unterscheiden wir uns nicht so sehr von den Amerikanern

Wenn man sich so die verschiedenen Meinungen über die Medien zum Thema USA einholt, bekommt man den Eindruck, dass Europäer und Amerikaner sehr unterschiedlich sind. Diese Eindruck täuscht gewaltig. Wir dürfen nicht vergessen, dass die meisten Amerikaner vor Generationen mal Europäer waren und wir daher sehr viel Werte und Ansichten in Sachen Umweltschutz teilen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Angela Merkel bei Obama

Nennen wir das mal Arbeitsbesuch, um nicht zu sagen “Pflichtbesuch”. Die Lenker der wichtigsten (ja, die USA sind immernoch die entscheidende Wirtschaftsnation weltweit) Wirtschaftsnationen treffen sich in Washington. Hauptthema dürfte natürlich die Bewältigung der Wirtschhaftskrise sein. Dabei haben Merkel und Obama verschiedene Vorstellungen wie diese zu bewältigen ist. Obama klotz (ja, man kann sich über Obamas Methoden streiten) während Merkel eher eine Politik der ruhigen Hand favorisiert … uhm, wer hatte nochmal Gerhard Schröders Politik der ruhigen Hand heftig kritisiert?

Ich denke beide Methoden haben ihre Schattenseiten. Merkel hatte die exzessive Schuldenpolitik der USA vor kurzem abgelehnt. Diesen Beitrag weiterlesen »